Sofern Ihr auf dieser Seite gelandet seid, interessiert ihr euch anscheinend für den Kauf eines „Gaming-PC’s“ und wollt euch mehr Informationen über die dafür benötigten Teile verschaffen oder einfach euer Wissen über den aktuellen Stand der Dinge etwas auffrischen und egal, was auch immer es davon ist, bei uns seid Ihr genau richtig! Egal was Ihr mit dem neuen PC geplant habt, dieser Übersicht hilft euch dabei die Grundlegenden Dinge zu verstehen und sollten weitere Fragen aufkommen, sind wir in unserem Forum sehr gern für euch da. Diese Übersicht soll wie gesagt nur als eine Art „Auf- bzw. Erklärungsübersicht“ dienen und wenn ihr euch ausgiebig informiert habt, findet Ihr in natürlich immer aktuelle PC-Beispielkonfigurationen und Aufrüst-Empfehlungen. Nun kommen wir zum eigentlichen Thema der Seite:


Übersicht:

  1. Welche Komponenten benötigt man für einen Gaming-PC?
  2. Erklärung der einzelnen Hardwarekomponenten.
  3. Jetzt fehlen nur noch Monitor, Maus, Tastatur und Headset – was kommt da in Frage?

Durch die individuelle, auf die persönlichen Bedürfnisse zugeschnittene Zusammenstellung eines Gaming-PC’s maximiert man für das jeweilige Budget die Leistung des selbigen und hat eine spürbare Mehrleistung gegenüber eines schlechten „Fertig-PC’s“ von der Stange. Dazu ermöglicht es außerdem das System jederzeit um- bzw. aufzurüsten. In dem nachfolgenden Text werden wir ein wenig auf die jeweiligen Teile die einen „Gaming-PC“ ausmachen eingehen und zu jedem dafür benötigten Teil eine kleine Erklärung abgeben, in der Hoffnung, dass es ein wenig Klarheit verschafft.


  1. Die Hardware für einen Gaming-PC:

Bei einem „Gaming-PC“ sollte man vor allem auf einen leistungsstarken Prozessor und eine leistungsstarke Grafikkarte Wert legen. Andere Komponenten wie ein gutes Netzteil und ausreichend Arbeitsspeicher, sowie eine schnelle Festplatte oder SSD gehören natürlich genauso mit dazu, aber wie erwähnt, gerade bei deinem PC der für das Spielen gedacht ist, sollte das Augenmerk auf jeden Fall auf den Prozessor und die Grafikkarte gelegt werden. Die generelle Ausstattung eines PC’s sieht natürlich so aus:

  • CPU (Prozessor)
  • CPU-Kühler
  • Mainboard
  • RAM (Arbeitsspeicher)
  • Gehäuse
  • Netzteil
  • Festplatte / SSD
  • Grafikkarte

Aus diesen teilen baut man einen kompletten (Gaming)-PC zusammen, natürlich gibt es auch noch Extras wie zB. Gehäuselüfter, Lüftersteuerung, RGB-Leisten uvm. aber diese finden in einer „normalen“ Zusammenstellung eher selten Verwendung. Durch die individuelle Zusammenstellung ist es auch problemlos Möglich im späteren Verlauf alle(!) der verbauten Teile um- bzw. aufzurüsten, was bei einem „Fertig-PC“ oft zu Schwierigkeiten führt, da diese oft eigene Mainboards verbaut haben oder so schlecht konfiguriert sind, dass man dort aufgrund veralteter Teile keine bessere Hardware verbauen kann.


2. Erklärung der einzelnen Hardwarekomponenten:

Hier werfen wir einen kurzen aber dennoch ausführlichen Blick auf die jeweiligen Einzelkomponenten und erklären die Grundfunktionen der selbigen. Wie oben schon erwähnt, dient diese Seite nur als kleine Übersicht und wenn zu einem bestimmten Teil irgendwelche Fragen aufkommen, werden wir versuchen, diese so gut es geht im Forum zu beantworten. Nun erst mal zu der Übersicht der einzelnen Komponenten:

  • CPU (Prozessor):

Die CPU bzw. der Prozessor ist so gesehen das Herzstück bzw. eher das Gehirn eines jeden PC’s und sorgt grob gesagt dafür, welche Aktion wie schnell erledigt wird. Mittlerweile gibt es eine riesige Auswahl an CPU’s und vor allem für einen Laien ist es schwieriger die für sich richtige CPU zu wählen, generell kann man hierbei aber sagen, dass gerade bei einem Gaming-PC wichtig ist, dass man mindestens zu einem 4-Kern-Prozessor (Quadcore) greift und dieser sich im besten Fall noch übertakten (absolut kein Muss, aber „nice to have“) lässt. Mittlerweile gibt es selbst für den „Otto-Normal-User“ CPU’s die sogar mit 4 Kernen und 4 Threads (grob gesagt sind das noch mal 4 weitere „emulierte“ Kerne) oder gar mit 6 Kernen und 12 Threads daher kommen und so enorme Leistung mit sich bringen, wovon man gerade bei einem Gaming-PC nicht genug haben kann.

  • CPU-Kühler:

Wie der Name schon sagt, ist das ein Kühler, der auf dem Prozessor „sitzt“ und dafür sorgt, dass die Wärme die der Prozessor durch das arbeiten verursacht abgekühlt wird. Man unterscheidet hier zwischen einem Luft-Kühler, einer „Fertig“-Wasserkühlung und einer „richtigen“ Wasserkühlung. Hauptsächlich bzw. zum größeren Teil werden auch heute noch Luft-Kühler empfohlen, in einigen Fällen (meistens wegen optischen Gründen) aber auch die „Fertig“-Wasserkühlungen – die richtigen Wasserkühlungen kosten oft eine ordentliche Menge Geld und finden daher eher selten Einzug in einem PC bzw. erst dann, wenn die eigentliche Konfiguration selbst auch so leistungsintensiv ist, dass man die verbaute Hardware über viele Jahre beibehält, da ein Austausch hier wieder spürbare Mehrkosten mit sich bringt. Generell kann man sagen, dass ein guter Luftkühler die CPU mehr als nur ausreichend gut kühlt und dabei sehr leise arbeitet, so dass dies, wie schon erwähnt, eigentlich die Hauptempfehlung in aktuellen Gaming-PC’s darstellt, sofern man nicht aus zB. optischen Gründen zu etwas anderem greifen möchte.

  • Mainboard:

Da die CPU wie erwähnt das Gehirn des PC’s darstellt, kann man das Mainboard am ehesten mit dem Nervensystem vergleichen – von dort aus werden Aufgaben von der CPU verteilt und an den entsprechenden Ort wie zB. die Grafikkarte oder den Arbeitsspeicher geschickt und sorgt somit dafür, dass die ganzen Teile die im Gaming-PC ihren Einzug gefunden haben, problemlos miteinander arbeiten und ihre Aufgaben erledigen. Hierbei ist es sehr wichtig, das man das Mainboard passend zur vorhandenen CPU auswählt, da diese sonst nicht miteinander funktionieren. Als Beispiel: Wenn man zB. einen AMD Ryzen 5 1600 kauft, muss das Mainboard auf jeden Fall den Sockel AM4 mit sich bringen, damit das ganze problemlos funktioniert – beim aktuellen Beispiel mit dem AM4-Mainboard gibt es noch verschiedene Chipsätze die in diesem Fall der A320-, der B350-, und der X370-Chipsatz sind. Wie ihr seht, es gibt einiges worauf man achten muss, allerdings sieht das schwerer aus, als es eigentlich ist. Eine Sache die man auch noch im Kopf haben sollte, ist der Formfaktor eines Mainboards, die gängigsten Varianten sind mATX und ATX – wichtig hierbei ist, dass zB. ein ATX-Mainboard nicht in ein mATX-Gehäuse passt, wobei auf der anderen Seite ein mATX-Mainboard in ein ATX-Gehäuse passt.

  • RAM (Arbeitsspeicher):

Der Arbeitsspeicher (RAM, Random Access Memory) ist dafür da, um schnellstmöglich auf alle Anwendungen zugreifen zu können und, wenn ausreichend RAM vorhanden ist, mehrere Anwendungen gleichzeitig verwalten zu können. Bei einem aktuellen „Gaming-PC“ in der unteren bis mittleren Preisklasse nimmt man standardmäßig 8GB RAM, da diese für diesen Anwendungszweck vollkommen ausreichend sind. Mittlerweile finden aber auch 16GB RAM in vielen Konfigurationen Einzug, weil es schon das ein oder andere Spiel gibt, welches mit 16GB RAM besser läuft, als mit „nur“ 8GB RAM und gerade wenn man eventuell auch jemand ist, der streamen möchte, dann sind 16GB RAM sowieso „the way to go“.

  • Gehäuse:

Beim Gehäuse kann man eigentlich nicht viele technische Details angeben, da es hier wie bei keinem anderen Teil des PC’s auf den persönlichen Geschmack und die Optik ankommt. Das einzig wirklich wichtige ist, wie oben beim Mainboard schon erwähnt, dass man dort ein Gehäuse nimmt, in das auch das ausgewählte Mainboard passt. Ein zweiter wichtiger Punkt ist hier noch das man auf jeden Fall darauf achten muss, dass der jeweilig ausgewählte CPU-Kühler auch in das ausgesuchte Gehäuse passt – die Boxed-Kühler der jeweiligen CPU’s passen sowohl in ein mATX- als auch in ATX-Gehäuse. Bei einem „besseren“ CPU-Kühler (zum Beispiel der Thermalright Macho) sieht das ganze wieder anders aus.

  • Netzteil:

Hier gilt auf jeden Fall eine Regel: Nicht sparen! Das Netzteil versorgt die Hardware mit Strom und ist somit sehr wichtig für ein gut funktionierendes System. Wenn man hier spart und ein schlechtes Netzteil erwischt, kann das im schlimmsten Fall zu einem Defekt der restlichen Hardware kommen und somit einen enormen Schaden verursachen. Wichtig ist hier, dass man auf vorhandene Schutzschaltungen achtet und auch, dass das Netzteil ausreichend Watt mit sich bringt – für ein aktuelles System der unteren und mittleren Preisklasse reicht im Normalfall ein Netzteil mit 400W aus, bei etwas anspruchsvollerer Hardware kann man auch zu einem Netzteil mit 500-550W greifen – in beiden Fällen am besten mit der Energieeffizienzklasse „Gold“.

  • Festplatte / SSD:

Bei einem aktuellen Gaming-PC sollte man unserer Meinung nach auf jeden Fall beides besitzen, außer das Budget lässt es (gerade im unteren Preissegment) absolut nicht zu. Eine SSD verkürzt Ladezeiten aller Art und bietet sich somit perfekt als „Festplatte“ für das System an und kann je nach Größe auch dafür genutzt werden, um Spiele darauf zu speichern, da es dort mittlerweile auch viele Spiele gibt, bei denen sich durch das Speichern der Daten auf einer SSD die Ladezeiten verkürzen. Eine aktuelle, normale Festplatte bietet auch schon schnelle Zugriffszeiten, eine SSD legt da aber noch mal eine ordentliche Schippe an Geschwindigkeitszuwachs oben drauf – Umgangssprachlich wird eine normale Festplatte auch „Datengrab“ genannt, da diese hauptsächlich dazu dienen viele Dateien speichern zu können.

  • Grafikkarte:

Eins der wichtigsten Teile bei einem „Gaming-PC“ – hier gibt es aber auch wieder zwei Arten, zum einen die „Onboard-Grafikkarte“ die bei vielen CPU’s dabei ist und eher als Multimedia-Karte dient und hauptsächlich in „Office-PC’s“ eine Verwendung finden, damit man stromsparend seine Schreibarbeiten erledigen oder Videos/Filme schauen kann. Auf der anderen Seite gibt es dann die richtigen, sogenannten „dedizierten“ Grafikkarten, die dann eher (nicht alle!) für den Gaming-Bereich gedacht sind. Im Gegensatz zur Onboard-Variante, wo sich der GPU-Chip auf der CPU befindet, ist die dedizierte Variante eine extra Grafikarte die im PCIe-Slot des Mainboards eingesteckt wird. Auch hier gibt es wie bei den CPU’s Unmengen an verschiedenen Varianten – einen Überblick verschafft man sich im Internet am besten mit einem sogenannten Benchmark – dort werden verschiedenste Grafikkarten gegeneinander getestet und die so genannten FPS (Frames per Second bzw. Bilder pro Sekunde) ermittelt, wobei gilt: Je höher der Wert, desto besser. Grob zusammenfassen kann man es wie folgt:

  1. GTX 1050 Ti – FullHD – Gut
  2. GTX 1060 6GB – FullHD – Sehr gut
  3. GTX 1070 – 1440p – Gut
  4. GTX 1080 – 1440p – Sehr gut
  5. GTX 1080 Ti – 4K – Gut (bis sehr gut – je nach Spiel)

Die genannten Karten findet ihr auch in unseren Aufrüst-Empfehlungen.


Das wichtigste hierbei ist eigentlich, dass die jeweiligen Komponenten alle untereinander Kompatibel sind. Solltet ihr euch darüber nicht im Klaren sein, kann man das problemlos auf der jeweiligen Herstellerseite in Erfahrungen bringen oder ihr meldet euch bei uns im Forum, was sowieso empfehlenswerter ist, da wir nur so eine individuelle Beratung für euch vornehmen können und das ganze hier wie erwähnt nur als Grunderklärung dienen soll, damit Ihr wisst, worüber wir reden.


3. Wie finde ich passende Peripheriegräte?

Hierbei muss man auf jeden Fall unterscheiden, dass gerade bei Mäusen und auch des öfteren bei Tastaturen der persönliche Geschmack eine große Rolle spielt, denn hier gibt es bei Mäusen zB. die verschiedenen Griffarten und bei Tastaturen die verschiedenen Switches, die bei so gut wie jedem unterschiedlichen Anklang finden. Anders verhält sich das ganze bei Monitoren, da kann man vor allen bei den Auflösungen und auch bei den Hz-Anzahlen, so wie bei der generellen Größe generelle Unterschiede festmachen. Eine Übersicht zu verschiedenen empfehlenswerten Monitoren findet ihr bei unserer Monitor-Empfehlungsübersicht.

  1. 60Hz oder 144Hz – Was soll Ich nehmen?

Das ist hauptsächlich eine Frage eures Spielverhaltens und der Art der Spiele, die ihr spielt. Ein 60Hz-Monitor ist aktueller Standard und in der Mehrheit der Haushalte zu finden, als ein 144Hz-Monitor. Für jemanden, der zB. täglich nur ein paar Stunden nach der Arbeit in wenig League of Legends spielt, braucht absolut keinen 144Hz-Monitor. Auf der andern Seite gibt es wiederum die Leute die täglich mehrere Stunden mehr oder weniger (semi)professionell verschiedenste Shooter spielen und deshalb, durch die schnellere Reaktionszeit und flüssigere Wiedergabe die ein Monitor dieser Art mit sich bringt, auf einen 144Hz-Monitor Wert legen und nicht verzichten können. Generell ist es auf jeden Fall so, dass ein 144Hz-Monitor „besser“ ist, als ein 60Hz-Monitor aber wie an dem Beispiel eben schon ersichtlich, kommt es darauf an, was man damit macht und ob auch die Hardware ausreichend stark ist, um einen 144Hz-Monitor zu versorgen – davon hat man nämlich nur etwas, wenn dem so ist und der „Gaming-PC“ mindestens 144 FPS wiedergeben kann, was gerade bei günstigeren „Gaming-PC’s“ eher nicht der Fall ist, vor allem wenn es sich um ein nagelneues Spiel handelt. Für eine individuelle Beratung zu den Monitoren erstellt Ihr am besten einen Beitrag im dazu passenden Forum.

2. TN- oder IPS-Panel? – was ist der Unterschied?

Auch hier ist es wieder eine Frage des Nutzungsverhaltens. Ein TN-Panel ist eher das, was die Mehrheit der Leute bei sich Zuhause hat und das hat folgenden Grund: Ein TN-Panel ist günstiger in der Herstellung, verbraucht weniger Strom und hat eine geringere Reaktionszeit als ein IPS-Panel, was das TN-Panel eher für Gamer attraktiv macht. Auf der anderen Seite hat es im Vergleich mit dem IPS-Panel ein schlechtes Kontrast-Verhältnis und eine schlechtere Farbwiedergabe, was das ganze wiederum für Leute die zB. mit der Fotografie zu tun haben, eher unbrauchbar macht. Wie sich nun schon heraus liest, hat ein IPS-Panel eine sehr gut, fast realitätsnahe Farbwiedergabe, was das Panel gerade für Leute die zB. Bilder bearbeiten wollen sehr attraktiv macht. Die einzigen Kritikpunkte wären hier, wie schon erwähnt, der höhere Stromverbrauch und die eher höhere Reaktionszeit, die aber gerade bei Leuten die eher nur ab und zu spielen keinen wirklichen Nachteil mit sich bringt, anders ist das natürlich bei „competitive Gamern“, die jede Millisekunde an reduzierter Reaktionszeit gebrauchen können.


Diese Übersicht soll wie gesagt nur dazu dienen, dass grundlegende Sachen etwas erklärt werden und somit ein besseres Verständnis geschaffen wird, was eventuelle „Fachausdrücke“ von unserer Seite aus angeht.

Solltet ihr Anmerkungen dazu haben oder eventuell Fragen entstehen, meldet euch einfach bei uns auf Facebook – wo ihr natürlich auch sehr gern einen Like und eine Bewertungen da lassen dürft, sofern euch unser Content gefällt.

Ich hoffe die Übersicht konnte ein wenig Klarheit verschaffen!

– Nico